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Assoziativbetrieb statt Big-Bang-Wechsel: eine pfiffige Kundenidee punktgenau umgesetzt

Einen schnellen, sicheren und effizienten CAD-Umstieg ohne Mehraufwand für die Konstrukteure – das wünschte sich ein führender Einzel- und Serienfertiger von Walzen für den Erd- und Straßenbau. Im Rahmen der konzernweiten Systemkonsolidierung war geplant, von Siemens Solid Edge auf Siemens NX zu wechseln: sowohl am Hauptentwicklungsstandort des Walzenherstellers in Deutschland als auch an seinen Standorten in Asien und Südamerika. Das Projekt startete im November 2015.

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Big Bang – nein danke

Schon vor der CAD-Umstellung nutzte das Maschinenbauunternehmen eine integrierte Lösung und hatte Solid Edge direkt an SAP PLM angebunden – mit Engineering Control Center (ECTR) von DSC. Auch das neue CAD-System sollte mit ECTR an SAP PLM angebunden werden – über die SAP PLM Integration für NX. Ausgehend davon sahen die ersten eingeholten Angebote potenzieller Umstellungspartner allesamt Folgendes vor: eine Gesamtkonvertierung der Solid-Edge-Bestandsdaten ins native NX-Format und einen anschließenden Ad-hoc-Umstieg auf das neue CAD-System. Eine solche Big-Bang-Aktion kam für den Walzenhersteller aber nicht in Betracht. Für ihn sah die ideale Vorgehensweise anders aus, und er hatte auch schon konkrete Ideen.

Wunschlösung der besonderen Art

Gewünscht war ein assoziativer Parallelbetrieb von Solid Edge ST7 und NX11 für eine zeitlich begrenzte Übergangsphase. Was ein solcher Assoziativbetrieb den Konstrukteuren ermöglichen sollte:

  • die Teile und Unterbaugruppen bestehender Baureihen bis zum Ende des Produktlebens in Solid Edge weiterpflegen
  • vorhandene Teile- und Baugruppendokumente aus Solid Edge für neu konstruierte Baureihen in NX wiederverwenden
  • neu konstruierte Teile aus NX soweit nötig und sinnvoll zur Produktpflege bestehender Baureihen in Solid Edge nutzen
  • systemübergreifend genutzte Dokumente in beiden Systemen stets auf dem aktuellen Freigabestand verfügbar haben

Ein ganz wesentlicher Vorteil, den der Walzenhersteller durch den Assoziativbetrieb erzielen wollte: beim Ändern von Bestandsdaten keinerlei Neuerstellungsaufwand für Zeichnungen zu haben.

Geht nicht gibt´s nicht

Alle kontaktierten Lösungsanbieter sahen den gewünschten Assoziativbetrieb als nicht realisierbar an – mit Ausnahme von DSC. Bekannt für Pioniergeist und Can-do-Kompetenz, stellten sich die DSC-Spezialisten der Herausforderung. So hatte der Walzenhersteller nicht nur einen findigen Umsetzungspartner mit jahrzehntelanger Projekterfahrung an seiner Seite. Er profitierte auch von End-to-End-Unterstützung aus einer Hand, was den Projektablauf enorm beschleunigte. Die DSC-Leistungen im Überblick: technische und betriebswirtschaftliche Machbarkeitsanalyse, Konzeption, Entwicklung, Implementierung und Inbetriebnahme der kundenspezifischen Lösung sowie Schulung der Mitarbeiter.

Schritt für Schritt zum Erfolg

Die Machbarkeitsanalyse fiel positiv aus, zumal die SAP-Integration der CAD-Systeme optimale Voraussetzungen für einen Assoziativbetrieb bot. Parallel zur NX-Einführung, die der Kunde weitgehend selbst managte, konnte sich DSC also direkt an die Umsetzung machen. In enger Abstimmung mit dem kundenseitigen IT-Team entwickelten die DSC-Experten eine Lösung exakt nach Wunsch. Die zentralen Schritte des sehr anspruchsvollen Projekts:

  • Definition eines Datenmodells für die automatische CAD-Datenkonvertierung
  • Entwicklung kundenspezifischer Konvertierungs-/Aktualisierungsfunktionen
  • Intensivtests mit komplettem Datenbestand im Integrationsumfeld (Testsystem)
  • Lösungsübernahme ins Echtsystem inkl. Massenkonvertierung aktiver Daten
Die Automatisierung macht´s

Im Dezember 2016 ging die neue Lösung erfolgreich an den Start. Dank Massenkonvertierung standen alle aktiven Solid-Edge-Dokumente schon im nativen NX-Format bereit. Und einem reibungslosen Assoziativbetrieb des alten und neuen CAD-Systems stand nichts mehr im Weg. Wie die CAD-Anwender seit dem Go-live davon profitieren:

  • Gibt ein Konstrukteur in Solid Edge eine neue Modellversion frei, muss er nur die Solid-Edge-Zeichnung aktualisieren, statt eine neue in NX zu erstellen. Das korrespondierende NX-Modell wird automatisch aktualisiert – unter Berücksichtigung aller Abhängigkeiten, z. B. zwischen Teil und Unterbaugruppe.
  • Braucht ein Konstrukteur ein NX-Modell im Altsystem, kann er es auf Knopfdruck konvertieren: in ein Solid-Edge-Modell, das bei Neuversionierung des korrespondierenden NX-Modells auch automatisch aktualisiert wird.
Wunschziel erreicht – allen Unkenrufen zum Trotz

Gemeinsam mit DSC konnte der Walzenhersteller seine Ursprungsidee verwirklichen, die manch anderer für nicht realisierbar gehalten hatte: einen Assoziativbetrieb von Solid Edge und NX. Diese unkonventionelle Lösung lieferte die ideale Basis für einen schnellen, sicheren und effizienten CAD-Umstieg. Zum einen, weil Bestandsdaten sich immer noch genauso schnell ändern lassen wie bisher – im vertrauten Altsystem. Zum anderen, weil CAD-Dokumente systemübergreifend nutzbar sind: maximal transparent, verlässlich aktuell und ganz ohne Mehraufwand. Nicht umsonst stößt die neue Lösung bei den Konstrukteuren auf große Akzeptanz. Und das ist für einen erfolgreichen CAD-Umstieg vielleicht noch wichtiger als alles andere.  

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