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Auf die Schnelle erfolgreich durchgestartet: mit SAP Engineering Control Center und integriertem Dokumentenmanagement sowie Viewing für die Fertigung

Ein neue SAP-integrierte Lösung zur Bereitstellung und Visualisierung von Fertigungsunterlagen – die wollte ein hochspezialisierter Luftfahrzeugausrüster an seinen deutschen Produktionsstandorten einführen. Und zwar kurzfristig. Denn das bisher genutzte Fertigungsinfosystem war zum 30.06.2017 abgekündigt worden. Also blieben für das Umstellungsprojekt, das Ende Februar 2017 begann, nicht mal mehr vier Monate Zeit. Dank einer konzertierten Aktion ging die neue Lösung Mitte Juni 2017 fristgerecht in Betrieb.

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Viele Systeme, viel Verbrauch

Typischerweise erhält das Unternehmen bestimmte Fertigungsdokumente direkt vom Kunden. Dazu gehören Zeichnungen, Stücklisten und Zusammenbauunterlagen in verschiedenen Digitalformaten. Bislang wurden die Dokumente aus dem SAP-System erst einmal im Fertigungsinfosystem abgerufen – über eine selbstprogrammierte Schnittstelle. Um die Dokumente formatabhängig zu visualisieren, mussten die Fertigungsmitarbeiter dann noch einen von mehreren angebundenen Viewern aufrufen. Das war ebenso lästig wie zeitraubend und entwickelte sich fürs Unternehmen zu einem massiven Zeit- und Kostenfaktor – angesichts der großen Mitarbeiterzahl. Auch war die heterogene Systemlandschaft sehr wartungs- und pflegeintensiv, was zusätzliche Mehrkosten verursachte.

Zeit für einen Neustart

Die Abkündigung des bisherigen Fertigungsinfosystems bot die perfekte Gelegenheit für den Umstieg auf eine effiziente neue Lösung. Eine SAP-integrierte Dokumentenmanagementlösung mit nur einem Viewer für alle relevanten Fertigungsunterlagen. Was in diesem Zusammenhang insbesondere gewünscht war:

 

  • Übersichtliche Listenanzeige aller Dokumente pro Fertigungsauftrag
  • Einfacher Dokumentlistenabruf durch Scannen des Auftragsbarcodes
  • Schnelles, bequemes Visualisieren gelisteter Dokumente per Mausklick
  • Einheitlicher vollintegrierter 2D/3D-Viewer für alle Produktionsstandorte
Auf SAP ECTR geflogen

Nach einem Benchmarking entschied man sich für SAP Engineering Control Center.  Denn im Produktvergleich erwies sich SAP ECTR als einzige Integrationslösung, die alle Kundenanforderungen bis ins kleinste Detail erfüllen konnte. Nicht zuletzt, weil sie Daten und Dokumente aus dem SAP-System übersichtlich und bedarfsgerecht bereitstellt: in einer intuitiven Bedienoberfläche mit eingebettetem SAP Visual Enterprise Viewer (VEV). Damit war klar: Der Luftfahrzeugausrüster konnte auf einen Schlag sowohl das abzulösende Fertigungsinfosystem ersetzen als auch die vielen bisher genutzten Viewing-Systeme.

DSC in die Crew geholt

Neben der SAP-Projektleitung wünschte sich der Luftfahrzeugausrüster explizit auch die Mitwirkung der DSC Software AG – die SAP ECTR entwickelt hat und als Expertin für kundenspezifische Lösungen bekannt ist. So übernahm DSC viele entscheidende Arbeiten rund um SAP ECTR: von Bedarfsanalyse und Konzeption über das Entwickeln und Implementieren der kundenspezifischen Lösungserweiterungen bis hin zu Installation und Unterstützung bei den Integrationstests. Am Ende folgten noch die Schulung der Key-User (z. B. Teamleiter und Prüfer aus der Fertigungslinie) sowie der Go-live-Support.

Dokumente startklar gemacht

Um die Bestandsdokumente nahtlos in die neue Lösung einzubinden, waren umfangreiche Migrations- und Konvertierungsarbeiten nötig. Allem voran die Anpassung der kundenseitigen Datenstruktur ans Datenmodell von SAP ECTR. Darum kümmerte sich DSC: vom Erstellen des Anpassungskonzepts bis hin zur reibungslosen strukturellen Migration der Dokumentmetadaten. In einem weiteren Schritt waren die bestehenden Dokumentformate für das künftige Viewing mit SAP VEV in TIFF sowie JT umzuwandeln und für die SAP-ECTR-Preview in JPG. Die Konvertierungsarbeiten übernahm der SAP- und DSC-Partner SEAL Systems unter Einsatz von CADverter (Theorem Solutions). Auch implementierte SEAL Systems eine Konvertierungslösung für neue Dokumente, die künftig automatisch in die benötigten Formate umgewandelt werden – mit dem SEAL Corporate Conversion Server. Somit stehen Alt- wie Neudokumente jederzeit fürs Viewing bereit.

Materialverknüpfungen an Bord genommen

Eine besonders zeitkritische Herausforderung lag in der Dokument-Material-Zuordnung. Bisher „versteckte“ sie sich mit vier relevanten Parameterwerten im Materialkurztext des SAP-Materialstamms. Zudem waren die Werte lückenhaft, und die Parameter folgten einer kundeneigenen Logik. Mittels Zusatzprogrammierung bildeten die DSC-Spezialisten diese Logik nach, um die bestehenden Zuordnungen korrekt und verlustfrei in SAP ECTR übernehmen zu können. Angesichts des sehr eng geschnürten Zeitplans und der mehreren hunderttausend betroffenen Dokumente musste die Übernahme auf Anhieb klappen. Und tatsächlich ging alles glatt.

Erfolgreich durchgestartet

Nach nicht einmal vier Monaten ging die neue Lösung erfolgreich an den Start. Seitdem wird an etwa 1.000 Arbeitsplätzen mit SAP ECTR gearbeitet. Die Mitarbeiter erhalten Fertigungsaufträge in Papierform und scannen am System den aufgedruckten Barcode, der die SAP-Auftragsnummer enthält. Ohne weiteres Zutun zeigt SAP ECTR sofort alle auftragsrelevanten Dokumente inklusive SAP-Stückliste in Infofenstern – und im eingebetteten Viewer direkt daneben die jeweilige Zeichnung des zu fertigenden Materials. So sehen die Fertigungsmitarbeiter alles Benötigte auf einen Blick. Und das mit fast null Aufwand. Kein Zufall also, dass sie der neuen Lösung sehr positiv gegenüberstehen und auch das Management rundum zufrieden ist. Die wichtigsten Benefits im Überblick:

 

  • Systeme und Systemschnittstellen deutlich reduziert
  • Systemlandschaft und Arbeitsabläufe verschlankt
  • Wartungs- und Pflegeaufwände drastisch gesenkt
  • Infosystem für mehrere Werkstandorte vereinheitlicht
  • Datenmodell und Dokumentenformate standardisiert
  • Zeit- und Kostenaufwand insgesamt stark reduziert
CAD-Integration als nächstes Ziel

Mit SAP ECTR hat der Luftfahrzeugausrüster nicht nur ein akutes Problem gelöst. Er hat auch für freie Bahn gesorgt, um weitere Integrationspotenziale auszuschöpfen. Beispielsweise läuft zurzeit an einem Standort die SAP-Anbindung des Engineerings: mit Integration von CATIA V5, umgesetzt durch den SAP- und DSC-Partner CENIT. So können schon bald rund 700 Konstrukteure ihre Dokumente einfach, sicher und effizient im SAP-System verwalten. Und das sowohl mit SAP-Direktzugriff aus dem CAD-Tool als auch über SAP ECTR.

Weitere Projekte im Anflug

Ist das oben genannte Modellprojekt abgeschlossen, soll die CAD-Integration konzernweit ausgerollt werden. Im Zuge dessen will man das integrierte Viewing für weitere Abteilungen verfügbar machen. So etwa für den Einkauf, der momentan noch extrem teure CAD-Lizenzen nutzt. Zudem interessiert sich ein Produktionsstandort für die DSC-Software Factory Control Center (FCTR). Denn genauso eine Lösung hatte man gesucht. Als Add-On zu SAP ECTR integriert FCTR sowohl CAM als auch Tool-Management und Fertigungsplanung ins SAP-System und bindet Shopfloor-Systeme an. Das Ergebnis: nahtlose CAD-CAM-CNC-Prozesse – für höchste Datensicherheit und Effizienz entlang der ganzen Produktentstehung. Nur Fliegen ist schöner!

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