„Integration von Engineering und Fertigungsplanung mit ECTR”

Integration mit ECTR

Der Innovation @Work -Event bei Ypsomed in der Schweiz bestärkt teilnehmende Produkthersteller in ihren Digitalisierungsvorhaben

Am 1. September 2016 hatten SAP Schweiz und DSC zum Innovation @ Work-Event nach Burgdorf (Schweiz) eingeladen – bei der Ypsomed Holding AG, der weltweit führenden Medizintechnikfirma für Injektionssysteme, fokussiert auf Produkte zur Selbstmedikation bei Diabetes. Die Veranstaltungsreihe Innovation @ Work gibt Einblicke in SAP-Projekte sowie SAP-Lösungen im täglichen Einsatz. Diesmal waren 40 Gäste aus verschiedensten Unternehmen gekommen, um sich über die „Integration von Engineering und Fertigungsplanung mit ECTR“ zu informieren. In spannenden Vorträgen erfuhren sie, wie sich die Einführung der Integrationslösung bei Ypsomed gestaltete und wie es dem Hersteller gelungen ist, Produktentwicklung und Werkzeugkonstruktion nahtlos in SAP PLM zu integrieren. Sehr beeindruckt zeigten sich die Gäste von der hohen Integrationstiefe und der stimmigen Umsetzung. In den angeregten Gesprächen beim abschließenden Apéro äußerten viele, auch einen solchen Digitalisierungsweg einschlagen zu wollen.

 

PLM-Integration als Erfolgsrezept

Ypsomed entwickelt und fertigt Medizinprodukte für unterschiedliche Märkte und Länder. Dabei sind Nachweisbarkeit und Transparenz in Produktentwicklung und Fertigung unabdingbar – und Grundvoraussetzung, um den Richtlinien der verschiedenen Zulassungsbehörden gerecht werden zu können. Zum Beispiel muss lückenlos dokumentiert sein, welches Produkt mit welchem Werkzeug gefertigt wurde. So hat das Schweizer Unternehmen neben seinem hohen Anspruch an Präzision und Qualität auch hohe Anforderungen an Dokumentation und Prozesssicherheit. Laut Fernand Portenier, Head of IT Services & SAP bei Ypsomed, eröffne Digitalisierung in diesem Kontext neue Möglichkeiten, insbesondere in Verbindung mit Product-Lifecycle-Management. Deshalb verfolgt Ypsomed eine zielgerichtete Integrationsstrategie auf Basis von SAP PLM. So verfügt das Unternehmen schon heute über durchgängig konsistente Daten und gelenkte Prozesse von Engineering bis Fertigung: als solide Grundlage für eine intelligente Wertschöpfungssteuerung im Sinne von Industrie 4.0 und als beste Voraussetzung für künftiges Wachstum.

 

Vernetzung als Effizienz-Booster

Um das Produktportfolio sowie die Zielmärkte schnell und flexibel bedienen zu können, sind effiziente Abläufe gefragt. Die Daten- und Prozessintegration liefere dafür wichtige Voraussetzungen, so Ulrike Bauer, Senior Vice President Delivery Systems bei Ypsomed, in Ihrem Begrüßungsvortrag.

Denn dadurch lassen sich Unternehmensbereiche verknüpfen, produktrelevante Echtzeitdaten zusammenführen und produktbezogenen Prozesse vernetzen, was die Abläufe schneller, sicherer und einfacher macht. Beispiele aus dem hauseigenen Werkzeugbau, der Spritzgusswerkzeuge und Formen für die Insulin-Pen-Fertigung herstellt, lieferte Bruno Boos, Business Engineer CAD/PLM bei Ypsomed. So wurde etwa das Datenmodell der Werkzeugkonstruktion auf das der Produktentwicklung abgestimmt. Auch wurde gemeinsam mit DSC eine digitale Plantafel entwickelt, um die Feinplanung von Fertigungsaufträgen zu unterstützen. Zudem sollen Informationen, die sich bislang nur auf Zeichnungen finden, künftig in die 3D-Daten einfließen, um in der Fertigung komplett auf Papier verzichten zu können.

 

SAP ECTR als Informationsdrehscheibe

Eine vollständige Sicht auf Produkte, Dienstleistungen und herstellungsrelevante Betriebsmittel: So formulierte Portenier die PLM-Vision von Ypsomed, die sukzessive umgesetzt wird. Der bisherige Hauptfokus liegt auf Produktentwicklung und Werkzeugbau. Alle diesbezüglichen Assets sind im zentralen SAP-System abgebildet: Produkte, Spritzgusswerkzeuge und Formen, Maschinen, Räume etc. Ebenfalls im SAP-System verwaltet werden produktbezogene Daten und Dokumente aus NX, ECAD-Programmen und MS Office sowie Softwarekomponenten und Dokumentation angelehnt an den S1000D-Standard. Die bislang wichtigste Rolle im neuen Lösungsszenario spielt die Integration des CAD/CAM-Systems NX, mit dem sowohl Produktentwicklung als auch Werkzeugbau arbeiten. Umgesetzt wurde sie mithilfe der Integrationsplattform SAP Engineering Control Center, deren intuitives SAP-Cockpit beiden Unternehmensbereiche als Bedienoberfläche dient und den Umgang mit SAP PLM maximal einfach macht.